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Absorption

Das Licht setzt sich aus einer Vielzahl verschiedener Farben zusammen, die gemischt weisses Licht ergeben. Diese Spektralfarben kennt man bereits vom Regenbogens (rot, orange, gelb, grün, violett, blau). Jede dieser Farben besitzt ihre eigene Energie. Langwelliges Rot ist die energieärmste Farbe, während kurzwelliges Blau die energiereichste Form des sichtbaren Lichtes darstellt.

Wenn sich das Licht im Wasser fortpflanzt verliert es an Energie. Man spricht hierbei von Absorption. Der Taucher nimmt den Vorgang an der Veränderung der Farben wahr.

Zuerst verschwindet Rot ab ca. 5 m Tiefe, und wird zu einem unscheinbaren Graubraun.
Orange ist bei ungefähr 10 m vollständig absorbiert, Gelb bei 30 m, und Grün bei 50 m.
Blau ist die letzte der Farben, die wir in der Tiefe noch wahrnehmen können, bevor es dunkel wird.

 

Acidose

Acid = Säure.
Übersäuerung des Körpergewebes durch einen zu hohen Kohlendioxid - Partialdruck, und damit zu viel gelöstem Kohlendioxid im Blut.
Tritt z.B. bei Schockzuständen durch Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff auf.

 

Adaption

Anpassung des Körpers an den veränderten Luftdruck beim Bergsee-Tauchen.
Da pro 1000 m der Luftdruck um ungefähr 0,1 bar abnimmt, ist man in den Bergen anfangs mit Stickstoff übersättigt. Dieses Zuviel an Stickstoff muss beim Tauchen berücksichtigt werden, oder dem Körper muss Zeit gegeben werden, diesen Überschuss abzubauen, also sich anzupassen.

Die heutigen Tauchcomputer können die Übersättigung in die Tauchgangs-Berechnung mit einbeziehen. Sie besitzen einen eigenen Adaptions-Modus.

 

aerob

Verbrennungsvorgänge im menschlichen Körper (Stoffwechsel) in Verbindung mit Sauerstoff.

 

AGE

Abkürzung für arterielle Gasembolie
Gasbläschen gelangen in den arteriellen Kreislauf, wo sie für Verstopfungen (Embolien) mit nachfolgenden Schädigungen bis hin zur Todesfolge verantwortlich sein können.

Es gibt verschiedene Gründe für das Auftreten einer AGE:
- ein offenes Foramen Ovale (Rechts - Links - Shunt im Herz)
- ein Lungenüberdruckunfall
- Shunt in der Lunge bei stark bläschenhaltigem Blut

Therapie: allgemeine Notfallmassnahmen, Sauerstoff (möglichst hyperbar sonst 100% bis zum Eintreffen des Arztes), dem Verletzten zu Trinken geben, wenn er bei Bewusstsein ist (Blutverdünnung), ruhig halten und betreuen.

 

Air-Trapping

trap = Falle
Teilbezirke der Lunge oder einzelne Alveolen sind vom normalen Gasaustausch abgetrennt. Dies kann durch einen Schleimpfropfen verursacht sein (Raucher, Erkältung), aber auch durch schnell an diesem Bezirk vorbeiströmende Luft wie z.B. durch starkes Husten (Injektor-Effekt).

Durch den Verschluss findet in diesem Bereich kein normaler Gasaustausch, vor allem aber kein Druckausgleich statt, so dass es zu Ödembildung (Abtauchen) oder einem Riss dieser Lungenpartie (Auftauchen) kommen kann.

Abhilfe: nicht rauchen, bei Erkältung nicht tauchen, und unter Wasser nicht Husten (ggf. eine Pause einlegen, damit sich die Lungenbezirke wieder öffnen können).

 

Alkalose

Alkalie = Base.
Verschiebung des ph - Wertes von Blut und Körpergewebe in den alkalischen Bereich durch einen zu niedrigen Kohlendioxid - Partialdruck, z.B. durch Hyperventilation.
Dadurch setzt der Atemreiz erst verspätet ein.

 

Alveolen

In den Alveolen = Lungenbläschen findet durch die Atmung der Gasaustausch zwischen Körper und Umwelt mittels Diffusionsgefälle statt.

 

AMV

Abkürzung für Atemminutenvolumen.

 

anaerob

Stoffwechselvorgänge in Abwesenheit von Sauerstoff.
Bei länger dauernder, anaerober Leistungs-Erbringung kommt es zu einer Sauerstoffschuld, die z.B. Muskelkater verursachen kann.

 

Aorta

Die Aorta = Hauptschlagader transportiert sauerstoff - reiches Blut vom Herzen in den Körper.

 

Apnoe-Tauchen

Tauchen ohne Pressluft - Tauchgerät nur mit der eigenen Atemluft.
Die Rekord-Sucht in diesem Kapitel des Tauchsports treibt die Menschen in immer grössere Tiefen und zu immer längeren Strecken, fordert aber auch immer wieder Menschenleben.

Die theoretische (und schon lange überschrittene) Grenze beim Apnoe - Tieftauchen liegt bei 30-35 m, weil hier das Lungenvolumen nur noch dem Residualvolumen (ca. 1/4 der Lungengrösse) entspricht.

 

Argon

Inertes Edelgas.
Wird wegen seiner schlechten spezifischen Wärmekapazität - es isoliert dadurch weitaus besser als Luft - z. T. zur Tarierung bei Trockentauchanzügen eingesetzt, was zwar den Köper vor schneller Auskühlung schützt, aber auch einen höheren apparativen Aufwand fordert.
Benötigt wird eine Argon - Druckflasche sowie eine zusätzliche 1. Stufe eines Atemreglers.

 

Arterie

Vom Herzen wegführendes, unter Druck stehendes Blutgefäss.
Es gibt sowohl eine Körperarterien als auch eine Lungenarterie.

 

arterielle Gasembolie

siehe AGE.

 

Aspiration

Einatmen im allgemeinen Sinne.
Die Aspiration z.B. von Wasser (Tröpfchen) kann zu einem Stimmritzenkrampf führen.

 

Atemarbeit

Die Arbeit, die notwendig ist, um Ein- und Auszuatmen. Sie nimmt in der Tiefe durch Erhöhung der Atemluft-Dichte, hohen Strömungsgeschwindigkeiten und daraus resultierenden Turbulenzen in den Atemwegen zu.

 

Atemminutenvolumen

Die Luftmenge, die pro Minute - bezogen auf 1 bar Umgebungsdruck - geatmet wird. Für Berechnungszwecke wird ein durchschnittlicher (sehr hoher) Wert von 25 L/min verwendet, der reale Wert liegt bei einem trainierten Taucher und einem normalen Tauchgang ungefähr zwischen 10 und 15 L/min.

 

Atemreiz

Verlangen des Körpers nach Sauerstoff
Der Atemreiz wird durch Kohlendioxid-Überkonzentration (dessen Partialdruck und den ph - Wert des Blutes) und Sauerstoffmangel ausgelöst.

 

Atmung

Die Atmung dient dem Gasaustausch zwischen Köper und Umgebungsluft.
Die äußere Atmung findet in der Lunge statt. Hier wird dem Körper durch das Diffusionsgefälle Sauerstoff zugeführt, und Kohlendioxid entzogen.
Bei der inneren Atmung passiert das gleiche, allerdings im Körper zwischen Blutgefässen und Körperzellen.

Auch Stickstoff wandert bei der Atmung immer vom Ort der höheren zu dem der niedrigeren Konzentration. Er wird durch die Druckerhöhung beim Tauchen vermehrt im Körper gelöst, und muss beim Auftauchen wieder abgeatmet werden.

 

Auftauchgeschwindigkeiten

Die durchgehend gleichmässige, maximale Aufstiegsgeschwindigkeit von 18 m/min wurde inzwischen zu den Akten gelegt.
Vor allem aufgrund Forschungen im Mikro - Bläschenbereich wurden neue Aufstiegs-Geschwindigkeiten definiert, wobei in grösseren Tiefen aufgrund der geringeren prozentualen Druckabnahme schneller aufgetaucht werden darf als auf den letzten Metern.

 

Auftrieb

Gesetz des Archimedes:
Ein Körper verliert beim Eintauchen in eine Flüssigkeit soviel an Gewicht, wie die von ihm verdrängte Flüssigkeit wiegt.

Ist der eintauchende Körper leichter als die verdrängte Flüssigkeitsmenge, so schwimmt er an der Flüssigkeitsoberfläche oder steigt aus der Tiefe auf (= Auftrieb). Ist er schwerer, so sinkt er (= Abtrieb). Wiegt er gleich viel, so schwebt er, oder, wie man auch sagt, er befindet sich im hydrostatischen Gleichgewicht.

Der Grund ist darin zu suchen, dass Flüssigkeiten z.B. in einem Behälter immer eine möglichst tiefe Lage einnehmen wollen. Für sie sind eintauchende Gegenstände "Fremdkörper", die sie eigentlich aus der Flüssigkeit herausdrücken möchten.

Da Salzwasser eine höhere Dichte als Süsswasser hat, ist der Auftrieb im Meer grösser als im Süsswasser, man muss demnach mehr Blei (ca. 1-2 kg) zum Tauchen mitnehmen als von unseren Gewässern her gewohnt.

 

ausatem-orientiert

Das ist der natürliche Atemrhythmus wie an Land.
Wer seine Atmung an Land in Ruhe beobachtet, wird merken, das er nur selten atmet. Ausserdem werden bei der Atmung nur geringe Luftvolumen bewegt, man atmet ein wenig ein, sofort wieder aus, und macht danach eine längere Pause.
Diesen Rhythmus sollte man sich auch unter Wasser angewöhnen.

Der Instinkt bringt aber vor allem Tauchanfänger dazu:
- direkt vor dem Abtauchen noch einmal kräftig einzuatmen, und
- fast immer mit angehaltenem Atem zu tauchen, nur kurzfristig und flach auszuatmen, um danach
- sofort wieder einzuatmen und die Luft wieder anzuhalten.
Das ist erstens völlig unnatürlich, und birgt zweitens einige Probleme und Gefahren in sich.

  1. Durch das (Ab-) Tauchen mit vollen Lungen wird deutlich mehr Blei benötigt.

  2. Für Herz und Kreislauf ist der andauernde, höhere Druck auf dem Lungenkreislauf belastend.

  3. Durch das nur flache Ausatmen steigt der Kohlendioxid - Gehalt in Lunge und Körper.
    - Der Luftverbrauch und damit die Stickstoffaufnahme im Körper steigen.
    - Die Sparatmung kann böse Kopfschmerzen nach dem Tauchen verursachen.
    - Die Gefahr des Essouflements steigt, auch durch die ohnehin belastete Atemmuskulatur.

Durch Ruhe, Selbstbeobachtung und Training kann unter Wasser der natürliche Atemrhythmus zu einem Automatismus werden.

 

Anfang

Backbord

Dies ist die in Fahrtrichtung linke Schiffsseite.
Nachts wird sie durch ein rotes Licht gekennzeichnet.

 

Backplate

Backplates, Wings und Harness sind das Herzstück eines guten Tauchsystems. Diese Komponenten kommen vor allem beim technischen Tauchen zum Einsatz. Jeder Hersteller hat seine kleinen Details eingebaut, doch basiert alles auf dem selben Prinzip.

Das Backplate ist eine Platte an der das Harness (Begurtung) und das Wing befestigt wird. Die Platte kann aus Aluminium, Stahl oder aus Titan sein. Jede Platte hat einen Falz in der Mitte, die als Bleispeicher genutzt werden kann. Außen an der Platte sind je nach Hersteller verschieden viele Löcher an denen man die Tanklampe, Backup Lampe, Reels usw. befestigen kann.

 

Balanciert / Kompensiert

Das öffnen oder schließen des Ventils (in der 1. Stufe) wird nicht unterstützt oder dem entgegengewirkt. Der Atemwiderstand bei diesem Lungenautomaten wird bei jedem Flaschendruck nahezu gleich sein. (Gegenteil siehe unbalanciert)

 

bar

Eigentlich nicht mehr gültige, aber immer noch gebräuchliche Druckeinheit. Die offizielle Einheit für den Druck ist Pascal (Pa).

1 bar = 100.000 Pa = 100.000 Newton/m2 (= 1000 Hektopascal hPa)
1 mbar = 1 hPa = 1 cm Wassersäule

 

Barotrauma

Baro = Druck, Trauma = Verletzung, also Verletzung im oder am Körper durch Druckdifferenzen.

Diese Schädigungen können während des Abtauchens im Bereich von luftgefüllten Hohlräumen im und am Körper auftreten, wenn hier gegen den steigenden Aussendruck kein Druckausgleich erfolgt. Sie betreffen das Ohr, die Stirn-, Neben- und Kieferhöhlen, die Lunge beim extrem tiefen Apnoetauchen, zu langem Schnorchel, falscher Atmung oder beim Air - Trapping die Zähne und die Haut beim Trockentauchen.

Das Trommelfell kann bei mangelndem Druckausgleich bei einer Druckdifferenz von ca. 0,4-0,7 bar reissen (Perforation), oder das Mittelohr füllt sich in der Abtauchphase mit Gewebeflüssigkeit, und das Einreissen passiert in der Auftauchphase, da nun durch das Flüssigkeitsvolumen zu wenig Platz für die sich wieder ausdehnende Luft vorhanden ist.

Zu einem Barotrauma des Innenohres kann es z.B. kommen, wenn der Druckausgleich in der Tiefe mit Gewalt erzwungen wird. Der plötzliche Druckstoss wird über die Gehörknöchelchen auf das ovale Fenster übertragen (siehe auch das Ohr), dieses oder das runde Fenster kann einreissen, und / oder es kann zu Drehschwindel und Übelkeit führen.

Die Schleimhaut in den Stirn-, Neben- und Kieferhöhlen schwillt an und versucht, den relativen Unterdruck im Hohlraum mit Gewebeflüssigkeit und Blut (schon bei einer Druckdifferenz von 0,3-0,5 bar) auszugleichen.

In der Lunge entsteht an den Stellen, bei denen kein Druckausgleich stattfindet, ein Unterdruck. Flüssigkeit tritt in die Alveolen aus (Behinderung des Gasaustausches), und es kann zu Kreislaufproblemen durch die maximale Füllung des Lungenkreislaufes, Rückstau zur rechten Herzkammer, und schlechterer Durchblutung des Körperkreislaufes kommen.

Ein Lungenbarotrauma durch Überdruck (Lungen-Überdruckunfall) entsteht, wenn während des Auftauchens nicht oder nur unzureichend ausgeatmet wird. Die Luft in den Lungenflügeln dehnt sich aus, und es kommt zum teilweisen Einreissen des Lungengewebes.
Im schlimmsten Fall kann dies zu einer arteriellen Gasembolie, einem Pneumothorax oder einem Mediastinalemphysem führen.

Die beim überlangen Schnorchel entstehende Druckdifferenz zwischen Aussenluft in der Lunge (1 bar) und Wasserdruck (> 1 bar) führt zu einem (teilweisen) Zusammenfallen der Lungenflügel wie bei einem Pneumothorax und damit zur Behinderung der Atmung.
Ausserdem führt die durch die Pendelatmung steigende Kohlendioxid-Konzentration zu weiteren Atemproblemen.

Zähne mit Hohlräumen unter der Füllung können durch den Unterdruck extreme Schmerzen verursachen. Ausserdem kann durch Risse einer schadhaften Füllung Luft in den Hohlraum eindringen, und in der Auftauchphase durch die Druckentlastung = Ausdehnung die Füllung absprengen.

Beim Trockentauchen bilden sich Quetschfalten und rötlich-blaue Streifen und Flecken an der Haut.

Vorbeugung:

  • Bei nicht funktionierendem Druckausgleich und / oder Erkältung nicht tauchen.
  • 30 m sind beim Apnoetauchen genug.
  • Nicht direkt vor dem Tauchgang (am besten gar nicht) Rauchen.
  • Schnochellänge maximal 35 cm.
  • Zähne regelmässig untersuchen lassen, und den Zahnarzt darüber unterrichten, dass man Taucher ist.
  • Bei spürbarem Unterdruck im Trockentauchanzug Luft zuführen

 

Bends

to bend = beugen
Schmerzhafte Erscheinungen der Dekompressionskrankeit Typ 1, vor allem in Ellenbogen, Schultern und Kniegelenken. Die Schmerzen kommen von Gasbläschen, die sich in den betreffenden Gelenken gebildet haben. Der Name "bends" kommt von der angewinkelten Schonhaltung, in der der Verunglückte das betreffende Gelenk hält.

 

Bergsee-Tauchen

Tauchen in Gewässern über 700 Höhenmetern. Wegen des dort herrschenden, geringeren Luftdrucks ergeben sich geänderte Dekompressions- und Nullzeiten, vor allem, wenn der Körper noch mit Stickstoff übersättigt ist.

 

Bergseetabelle

Tabelle für bestimmte Höhenbereiche mit geänderten Nullzeiten, Dekompressionszeiten und -tiefen.

 

Blackout

siehe Schwimmbad - Blackout

 

Blutkreislauf

Das Herz pumpt sauerstoffreiches Blut aus der linken Hauptkammer in die Körperarterie und die Halsschlagader. Diese verzweigen sich und führen das Blut bis in die entlegensten Körperregionen.
Zwischen den Zellen und dem Blut findet durch das Diffusionsgefälle der Gasaustausch (Kohlendioxid und Sauerstoff) statt, und auch die Stoffwechsel-Produkte werden ausgetauscht.

Das mit  Kohlendioxid angereicherte Blut wird von der rechten Herzhälfte angesaugt, und von dort über die Lungenarterie in die Lunge gepumpt. Hier findet erneut ein Gasaustausch über die Alveolen statt, und das Kohlendioxid wird gegen Sauerstoff ausgewechselt. Das sauerstoffreiche Blut wird wieder von der linken Herzhälfte angesaugt.

 

Blut-Pooling

Blut - Umverlagerung.
Durch die waagerechte Schwimmlage, die Änderung des Schwerkraft-Einflusses, den Aussendruck, aber auch durch einen engsitzenden Neopren - Anzug, werden beim Tauchen grössere Mengen Blut (bis zu 800 mL) von den Beinen in den Brustraum verschoben.

  • Rezeptoren im rechten Herzvorhof registrieren die scheinbare Überfüllung des Kreislaufes, und regen die Harnproduktion an (Diurese, Gauer - Henry - Reflex).
  • Bei Tauchern mit falscher Körperhaltung kann das verschobene Blutvolumen die Atmung behindern, im schlimmsten Fall sogar ein Air - Trapping der unteren Lungenbezirke hervorrufen.

 

Boyle-Mariotte

Die beiden Wissenschaftler untersuchten im 17. Jahrhundert - unabhängig voneinander - den Zusammenhang zwischen Gasvolumen und Druck bei konstanter Temperatur. Dieser Teil des Gasgesetzes

p mal (1 kB) V = konstant, also auch p1*V1=p2*V2

besagt, dass sich ein Gasvolumen umgekehrt proportional zur Druckveränderung verhält.

Das heisst also z.B., dass bei Erhöhung auf den doppelten Druck ein Gasvolumen nur noch halb so gross ist wie zu Anfang. Nur so gelingt es z.B., 2000 Liter Luft in einer Pressluftflasche von 10 L Volumen unterzubringen.

Es heisst aber auch, dass sich bei Ausdehnung eines Gasvolumens auf das Doppelte seiner ursprünglichen Grösse der Druck darin halbiert.

Den Taucher trifft dieses Gasgesetz ausser beim Füllen der Pressluft - Flaschen beim Tarieren, beim Schrumpfen des Neoprenanzuges in der Tiefe, aber auch bei Barotraumen.

 

Bradycardia

Bradycardia ist die Verlangsamung des Herzschlages z. B. beim Apnoe-Tauchen.

 

Brechung

Das Licht ändert seine Geschwindigkeit, wenn es auf ein Medium mit anderer Dichte trifft. Tritt Licht z.B. in Wasser ein, wird seine Geschwindigkeit um ca. 25% verringert. Diese Veränderung der Geschwindigkeit führt zu einer Biegung des Lichtstrahles beim Eintritt in das dichtere Wasser. Eintauchende Gegenstände sehen aus wie abgeknickt.

Eine Brechung findet auch statt beim Übergang des Lichtes vom Wassers zum Maskenglas, hinter dem sich Luft befindet. Das ganze wirkt wie eine optische Linse, was auch der Grund dafür ist, warum wir Objekte um ca. 1/3 grösser und um ca. 1/4 näher sehen als sie in Wirklichkeit sind.

 

Bronchien

Verbindung zwischen Luftröhre und Lunge
Die Luftröhre ist durch den Kehlkopf gegen den Schlund verschliessbar und gabelt sich in die zwei Hauptbronchien, die jeweils einen Lungenflügel mit Atemluft versorgen. Im Lungenflügel verästeln sich die Bronchien baumartig bis in die feinsten Verzweigungen, die Bronchiolen.

 

Bubbels (Luftblasen)

In der Grundausbildung lernt der Taucher, wenn er den Lungentautomat unter Wasser aus dem Mund nimmt, aus Sicherheitsgründen ständig einen geringen Luftstrom auszuatmen. Dies schützt ihn vor einem Barotrauma der Lunge.

 

Anfang

Caissonkrankheit

Älterer Name für die Dekompressions - Krankheit.
Der Name "Caisson" (französisch Kasten) stammt aus der Zeit, als Arbeiten unter Wasser oder unterhalb des Grundwasser- Spiegels in nach unten hin offenen Senkkästen durchgeführt wurden. Damit kein Wasser in den Arbeitsraum eindrang, wurde dieser mittels Kompressoren unter Druck gesetzt (ca. 1 bar Überdruck pro 10 m Wassertiefe).

Nach beendeter Tätigkeit verliessen die Arbeiter ihren Arbeitsplatz ohne geregelte Dekompression, und erlitten dabei häufig Schädigungen, oder starben gar.

Erst nach jahrzehntelangen Forschungen wurde bewiesen, das die Ursache hierfür der im Körper unter Überdruck gelöste und beim zu schnellen Ausstieg bläschenbildende Stickstoff waren.

 

CBS

Abkürzung für Constant Bleeding System.
Patent an Sherwood - Atemreglern, das ein Vereisen der 1. Stufe verhindern soll.
In einer Madenschraube steckt das CBS Ventil drin, das in der 1. Stufe des Atemreglers ist. Über das CBS Ventil gelangt ein ständiger Luftstrom mit etwa 30mbar in die 1. Stufe. Durch eine Bohrung, die mit einem Gummipfropfen verschlossen ist, gelangt die Luft nach draußen. Somit wird ein Eindringen von Wasser in die 1. Stufe vermieden, sofern der Automat unter Druck steht.

 

CMAS (Germany)

Abkürzung für  Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques.
Europäischer Tauchsport - Dachverband, seit 2002 auch mit deutschem Ableger.

 

Cyanose

Siehe Zyanose.

 

Anfang

Dalton

Das Gesetz von Dalton (18./19. Jahrhundert) beschäftigt sich mit Gasgemischen. Es sagt aus, dass sich die Teildrücke von Gasen in einem Gemisch am Gesamtdruck dieses Gasgemisches im Verhältnis ihrer Konzentration beteiligen.

Normale Luft besteht aus 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff und 1% restlicher Gase. Am normalen Luftdruck von ca. 1 bar beteiligt sich der Stickstoff mit 0,78 bar und der Sauerstoff mit 0,21 bar Teildruck.
Wird diese Luft in grösseren Tiefen als Pressluft eingeatmet, so entsteht demnach der Druck von z.B. 3 bar in 20 m Tiefe aus 2,34 bar Stickstoff- und 0,66 bar Sauerstoff - Partialdruck.

Für den Taucher ist dieses Wissen wichtig für die Erklärungen der schnelleren und höheren Stickstoff-Sättigung in grösseren Tiefen, aber auch für das Verständnis der Tiefengrenzen von Sauerstoff - Toxizität und Tiefenrausch.

 

DAN

DAN (Divers Alert Network) ist ein einzigartiges Netzwerk für die Tauchsicherheit. DAN wurde 1980 auf Initiative führender internationaler Tauchmediziner in den USA und Italien gegründet. Als Wissenschaftler und Universitätsprofessoren hatten sie erkannt, daß Tauchunfallmanagement Spezialwissen erfordert, das im allgemeinen innerhalb normaler medizinischer Notfalleinrichtungen nicht zur Verfügung steht. Seit 1980 ist DAN der Spezialist für die Tauchmedizin. International.

DAN’s Auftrag ist der Betrieb und Erhalt eines internationalen Netzwerks von Notrufzentren, die 24 Stunden täglich besetzt sind und für jeden Taucher an jedem Platz der Welt im Notfall sachkundige Hilfe gewährleisten können.

 

DCI

Dekompression Illness = Dekompressions-Erkrankung.

 

DCS

Decompression Sickness = Dekompressions-Krankheit.

 

Dehydration, Dehydratation

Entzug von Wasser.
Wird dem Köper des Tauchers eine grössere Menge Wasser entzogen, so steigt durch die daraus resultierende Eindickung des Blutes vor allem die Gefahr der Dekompressionskrankheit. Das dickere Blut löst selbst weniger Gase und zirkuliert langsamer, und kann daher auch nicht für den "planmässigen" Abtransport von überschüssigem Stickstoff sorgen.

Der Körper verliert Flüssigkeit durch...
- die trockene Pressluft (bis zu 150 mL pro Tauchgang),
- zu wenig Trinken (vor allem in den Tropen mehrere Liter pro Tag notwendig!),
- trinken von Kaffe, Tee und Alkohol, die dem Körper mehr Flüssigkeit entziehen als zuführen,
- starke Schweissproduktion,
- Taucherdiurese,
- Durchfall und Fieber.

Es ist daher unerlässlich, grössere Flüssigkeitsverluste vor dem Tauchen zu ergänzen, bzw. das Tauchen nach Alkohol-Exzessen und bei Krankheit zu unterlassen.
Man sollte sogar direkt vor dem Tauchen ungefähr 1/4 L Flüssigkeit ohne Koffein und Alkohol trinken. Diese Flüssigkeitsmenge vergrössert nicht wie angenommen die Harnproduktion während des Tauchens.

 

Dehydrierung

Bedeutet Entzug von Wasserstoff und nicht von Wasser, hat also in der Taucherei nichts zu suchen.

 

Dekompression

Druckentlastung.
Die Dekompression hat beim Tauchen zwingend langsam zu erfolgen, damit dem Köper Zeit gegeben wird, überschüssigen Stickstoff über den Blutkreislauf und die Atmung abzugeben.

 

Dekompressions-Erkrankung (DCI - Dekompression Illness)

Wenn man von DCI spricht meint man Lungenüberdehnungsverletzungen oder Dekompressions-Krankheit, da dieser Begriff beides umfasst.

 

Dekompressions-Krankheit / Dekokrankheit / Dekounfall (DCS - Dekompression Sickness)

Auslöser für die Dekompressionskrankheit ist eine Überkonzentration von Stickstoff im Körpergewebe in Verbindung mit einer zu schnellen Druckentlastung.
Daraus resultieren Gasansammlungen in den Geweben, die nicht schnell genug durch innere und äussere Atmung abgebaut werden können, sondern sich zu Mikrobläschen und dann weiter zu grössere Blasen vereinigen. Je nach Blasengrösse und Gewebe, in dem die Blasen entstehen, unterscheiden sich die Symptome. Dementsprechend hat sich folgende Unterteilung durchgesetzt:

  • Typ 1: Jucken der Haut (Taucherflöhe), Rötung, Marmorierung und Schwellungen der Haut, Gelenkschmerzen (Bends) vorzugsweise in Knien, Hüften, Schultern und Ellenbogen, Muskelschmerzen ähnlich einem Muskelkater.
  • Typ 2: Alles was über reine Schmerzen hinausgeht. Die Ursachen vom Typ 2 liegen häufig im ZNS, Gehirn und Rückenmark.
    Die Symptome sind u. a. Seh- und Hörstörungen, Gleichgewichtsstörungen, bleierne Müdigkeit, Schwäche, Taubheit einzelner Gliedmassen, einseitige Ausfallerscheinungen, Übelkeit, Bewusstlosigkeit.

Therapie: allgemeine Notfallmassnahmen, Sauerstoff (möglichst hyperbar, sonst 100% bis zum Eintreffen des Arztes), dem Verletzten zu Trinken geben, wenn er bei Bewusstsein ist (Blutverdünnung), ruhig halten und betreuen.

Achtung, aus Typ 1 kann sich ohne weiteres ein Typ 2 entwickeln, und den gesundheitlichen Zustand verschlimmern. Daher gehören Taucher auch mit nur leichte Symptome der Dekokrankheit Typ 1 in Behandlung durch einen Taucherarzt, um eventuellen Spätschäden vorzubeugen. Eine Rekompression in einer Druckkammer kann auch noch nach mehreren Stunden oder Tagen sinnvoll sein.

 

Dekompressions-Tabelle / Dekotabelle

Zur Definition der Begriffe Dekopause, Dekotiefe, Dekozeit, Grundzeit, Nullzeit und Wiederholungs - Gruppe einfach den Links folgen.

 

Dekopause

Auftauch-Pause, während der man sich in einer bestimmten Tiefe für eine bestimmte Zeit aufhalten muss, um überschüssigen, in der Tiefe im Körper unter Überdruck gelösten Stickstoff abzuatmen. Diese Pause muss zwingend eingehalten werden, um Bläschenbildung in den Körpergeweben zu vermeiden.
Bei nicht deko - pflichtigen Tauchgängen wird trotzdem ein Sicherheitsstop eingehalten.

 

Dekotiefe

Festgelegte Tiefe, in der man seine Dekopause verbringt.

 

Dekozeit

Aus der Tabelle ermittelte oder vom Tauchcomputer angezeigte Zeit, die man in einer bestimmten Tiefe für die Dekopause verbringen muss.

 

DFC

Abkürzung für Dynamic Flow Control.
Patent an Mares - Atemreglern zur Kompensation des Mitteldruck - Abfalles während der Einatmung. An den so gekennzeichneten Anschluss der 1. Stufe sollte der Haupt-Atemregler angeschlossen werden.

 

Dichte

Die Dichte (Rho) ist der Quotient aus Masse m und Volumen V.
Zur Hilfe bei Berechnungen kann das folgende Formel-Dreieck verwendet werden.

Verschiedene für den Taucher interessante Dichtangaben:

Luft= 1,29 g/dm3 (g/L)

Wasser = 1 kg/dm3

Stahl= 7,85 kg/dm3

Blei= 11 kg/dm3

 

Diffusion

molekulare Bewegung eines Stoffes in einen anderen
Wenn man einen Zuckerwürfel in ein Glas mit Wasser legt, löst dieser sich relativ schnell auf. Nach längerer Wartezeit hat sich der gelöste Zucker durch die Eigenbewegung der Moleküle gleichmässig im gesamten Wasser verteilt.

Findet diese Diffusion durch eine durchlässige Membran (z. B. Wandung einer Körperzelle) statt, so spricht man von Osmose.

Das gesamte Leben beruht auf diesem Prinzip (Atmung, Stoffwechsel), und auch der Taucher erlebt dieses Naturgesetz.

 

Diffusionsgefälle

Gelöste Substanzen haben immer den Drang, sich durch Diffusion vom Ort der hohen Konzentration zum Ort der niedrigeren zu verteilen. In diesem Fall spricht man von einem sogenannten Konzentrations- oder Diffusionsgefälle, das für den Molekültransport sorgt.

  • Beim Auftauchen und dem dadurch nachlassenden Druck wird überschüssiger Stickstoff vom Ort der höheren Konzentration (Gewebe) über den Blutkreislauf zum Ort der niedrigeren Konzentration (Lunge) transportiert und dort abgeatmet.
  • Als erste Hilfe bei Tauchunfällen wird grundsätzlich reiner Sauerstoff zur Atmung empfohlen, damit ein möglichst hohes Diffusionsgefälle des Stickstoffes vom Körper zur Lunge erzeugt wird, und dieser Stickstoff - vor allem aber seine Bläschen, die sich im Körper gebildet haben können - möglichst schnell abgebaut wird.

 

Diurese

vermehrte Harnproduktion
Die eventuell vorhandene Kälte ist nur ein Faktor, warum der Taucher nach einiger Zeit unter Wasser einen kaum zurückzuhaltenden Harndrang verspürt. Ein weitaus gewichtigerer Faktor ist das Blut - Pooling durch die veränderten Umweltbedingungen.

Die zur Harnproduktion benötigte Flüssigkeit wird zuerst dem Blutplasma entzogen, das Blut wird also dicker.
Wichtig ist daher, dass vor allem bei Wiederholungstauchgängen der Flüssigkeitsverlust ersetzt wird, um der durch Harnlassen erhöhten Dehydration vorzubeugen.

 

DIWA

Diving Instructor World Association.

 

Downstream-Ventil

Ventil im Atemregler, das sich mit dem Luftstrom (Druck) öffnet (in der 2. Stufe).

 

Druck

Der Druck p ist der Quotient aus Kraft F und Fläche A.
Der Druck wird messbar, indem man erfasst, wie oft Moleküle durch ihre Eigenbewegung auf eine Fläche von bekannter Grösse prallen. Durch dieses Aufprallen wird jeweils Kraft freigesetzt, die gemessen werden kann.
Zur Hilfe bei Berechnungen kann das folgende Formel-Dreieck verwendet werden.

Ungefähr 50 km Luftsäule über uns erzeugen auf Meereshöhe einen Luftdruck von 1 bar.
Den gleichen Druck erzeugen - aufgrund der weitaus höheren Dichte - ungefähr 10 m Wassersäule.

 

Anfang

EANx

Abkürzung für Enriched Air Nitrox.

Sauerstoff - Luft-Gemisch mit einem Sauerstoffanteil grösser als 21% (EAN 21 ist Quatsch!)
Die beiden meistverwendetsten Mischungen sind EAN 32 bzw. EAN 36 mit 32% bzw. 36% Sauerstoffanteil und einem Rest von 68% bzw. 64% Stickstoff.
In der Literatur von NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) werden diese Mischungen auch als NITROX I bzw. NITROX II bezeichnet.

Die Vorteile des EAN - Tauchens liegen darin, dass durch den geringeren Stickstoff-Anteil auch weniger Stickstoff im Körper aufgenommenen wird.
Entweder ergibt dies eine längere Nullzeit, oder grössere Sicherheit betreffend Dekompressionsunfällen, wenn zwar mit EAN in der Flasche, aber einem Luft-Tauchcomputer oder einer Luft - Dekotabelle getaucht wird.

Zu beachten sind die scharfen Tiefengrenzen, wenn mit EAN getaucht wird, da es durch einen Sauerstoff-Partialdruck grösser 1,6 bar ohne Vorwarnung zu einer Sauerstoff - Vergiftung mit Krampfanfällen vor allem im Gesichtsbereich mit unweigerlichem Verlust des Atemreglers kommen kann.
Aus diesem Grund werden EAN - Tauchgangs - Berechnungen im kalten Wasser 1,4 bar und im warmen Wasser 1,6 bar Sauerstoff - Partialdruck zugrunde gelegt.

Mit EAN 32 darf deshalb im warmen Wasser nur 39 m tief getaucht werden, und für EAN 36 liegt die Tiefengrenze bei gleichen Bedingungen bei 33 m.
Im kalten Wasser liegt die Sicherheitsgrenze bei 33 bzw. 28 m.

 

Edelgase

Gase, die praktisch zu keiner chemischen Reaktion fähig sind.
Bei den Gasen handelt es sich um Helium, Neon, Argon, Krypton und Xenon.

Für das technische Tauchen (Tec - Diving) sind das vor allem aus Erdgasquellen in den USA und Polen gewonnene Helium (Tieftauch-Gasgemische), sowie das aus verflüssigter Luft hergestellte Argon (Tarierung von Trockentauchanzügen) von Bedeutung.

 

Embolie

Gefässverschluss in der Blutbahn durch Blutgerinsel, Luft oder Fett-Tröpfchen.
Durch den Verschluss wird das dahinter liegende Gewebe schlecht bis gar nicht durchblutet, es findet kein Gasaustausch und Stoffwechsel statt, und das Gewebe beginnt abzusterben.
Bei Gasembolien bilden sich als Nebeneffekt an den Gasbläschen durch den Kontakt von Blut mit Luft Blutgerinnsel, die für ein weiteres Verstopfen des Gefässes sorgen.

Alle Arten der Embolie, vor allem aber die arterielle Gasembolie, können je nach Grösse und Lage der Gasbläschen auch zum Tode führen.

 

Essoufflement

Verschiebung der Atmung in das inspiratorische Reservevolumen = flache Hechelatmung mit nur geringem Luftaustausch im obersten Bereich der möglichen Einatmung.

Ursachen dieser falschen Atmung können sein...
- Überanstrengung (z.B. Strömung)
- Angst und Kälte
- Atemregler mit sehr hohem Einatemwiderstand
- nur wenig geöffnete Pressluftflasche
was zu einer mangelhaften Ventilation der Lunge und einer Überkonzentration von Kohlendioxid mit nachfolgender Atemnot führt.

Daraus entsteht das Verlangen, noch tiefer einzuatmen, was aber nicht mehr möglich ist, da man sich bereits am "oberen Anschlag" befindet, und schlussendlich ein Erlahmen der Atemmuskulatur.

Therapie: anhalten, die Ursache der Überanstrengung beseitigen, und vor allem tief Ausatmen, damit Kohlendioxid abgebaut und mit dem nächsten Atemzug der Lunge vermehrt Sauerstoff zugeführt werden kann.

 

Euphorie

Zustand gehobenen Wohlbefindens.
Dieses Gefühl kann durch extrem positive Erlebnisse hervorgerufen werden, aber auch ein Zeichen für einsetzenden Tiefenrausch bedeuten.

 

Exploration Reel

siehe Reel.

 

Exzessives Nullzeittauchen

Erst durch die Entwicklung von Tauchcomputern möglich gewordenes Ausreizen des Rechenmodelles.
Hierbei wird so lange in der Tiefe verweilt, bis die Nullzeit nahezu abgelaufen ist. Dann wird etwas höher getaucht, und so immer weiter an der Grenze zwischen Nullzeit und beginnendem Deko - Tauchgang getaucht, bis Kälte und / oder Luftverbrauch zum Beenden des Tauchganges zwingen.
Wird nach solch einem Tauchgang noch der Sicherheitsstop unterlassen, dann ist der Dekounfall vorprogrammiert. Tauchgangs - Berechnungen mittels Tauchcomputer weisen zwar eine Sicherheitsspanne auf, aber nur für "normale" Tauchgänge. Bei einem wie oben beschriebenen Risiko - Tauchgang ist es ohne weiteres möglich, dass bestimmte Gewebe durch die hohe Stickstoff-Aufnahme bereits übersättigt sind, obwohl der Tauchcomputer eine (gerade noch) vorhandene Nullzeit anzeigt.

 

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Fail safe

Unter Fail safe versteht man das der Lungenautomat so gebaut ist, das er bei einer Fehlfunktion nie den Luftstrom abstellt. Dieser Lungenautomat wird immer abblasen. Durch diese Funktion kann man während dem abblasen atmen und noch sicher zur Oberfläche kommen (abhängig von der Tiefe des Tauchers und des Gasvorrats zum Zeitpunkt des abblasens.

 

Foramen Ovale / PFO

Kurzschluss zwischen rechter und linker Herzvorkammer, in der englischsprachigen Literatur als PFO - Abkürzung für Patent Foramen Ovale - bezeichnet.

Erklärung:
Das offene Foramen Ovale ist ein Überbleibsel aus der Embryozeit im Mutterleib. Da der heranwachsende Mensch seine Lungen nicht gebrauchen kann, existiert eine Verbindung zwischen den beiden Herz-Vorkammern, eben das Foramen Ovale. Aufgrund dieses Kurzschlusses wird der Lungenkreislauf nicht mit Blut versorgt, der Embryo vollzieht den Gasaustausch (Kohlendioxid und Sauerstoff) über die Plazenta, und damit über die Nabelschnur und den Blutkreislauf der Mutter.

Bei der Durchtrennung der Nabelschnur mit folgendem Verschluss der Nabelarterien und -venen durch Muskelkontraktion entsteht in der linken Herzvorkammer gegenüber dem rechten Vorhof ein Überdruck, ein Gewebelappen legt sich über das Foramen Ovale und verschliesst dieses. In den nächsten Jahren der Entwicklung wächst die Öffnung zu. Allerdings zeigen Ergebnisse einer Studie, dass immer noch ca. 40% der sieben- bis achtjährigen Kinder ein offenes Foramen ovale aufweisen. Natürlich wächst dieses nicht schlagartig mit dem achten Geburtstag zu. Unter anderem deshalb ist vor dem achten Lebensjahr das Gerätetauchen nicht zu empfehlen.
Bei den Erwachsenen sinkt der Prozentsatz derjenigen Personen mit einem PFO auf (immer noch) 25%.

Problematik:
Vor allem nach tiefen oder längeren Tauchgängen ist es durchaus möglich, dass sich im venösen Blut Stickstoffbläschen befinden. Diese werden über den Blutkreislauf zur Lunge transportiert und dort abgebaut.
Wird nun während des Tauchens auf die rechte Herzseite ein Überdruck gegeben (Husten, Pressen, Druckausgleich), so kann sich bei Personen mit einem PFO der verschliessende Gewebelappen abheben, und venöses, bläschen - haltiges Blut in den arteriellen Kreislauf gelangen. Besonders schlimm ist dies, wenn so in grösserer Tiefe Gasblasen auf die "falsche" Seite gelangen, die sich beim Auftauchen ausdehnen.
Mögliche Folgen: Embolien.

Nach neueren Untersuchungen sind Taucher mit einem PFO vor allem in der Auftauchphase auch anfälliger für einen Schlaganfall.

Das heisst nun nicht, diese Personen nicht tauchen dürfen. Sie sollten nur Extrem - Tauchgänge meiden, und vor allem darauf achten, Erzeugen von Überdruck auf den rechten Herzvorhof zu vermeiden.
(Nicht nur) nach unserer Meinung gehört die Untersuchung des Herzens bezüglich PFO zur ersten Tauchuntersuchung. Ein Ultraschall - Doppler - Check gibt erste Informationen über das Vorhandensein.

 

Anfang

Gasgesetz

Das allgemeinen Gasgesetzes vergleicht 2 verschiedene Gasvolumina in Zusammenhang mit ihren Drücken und Temperaturen.

p1 mal (1 kB) V1   p2 mal (1 kB) V2

  =  
T1   T2

Es müssen grundsätzlich 5 Werte bekannt sein, um den 6., noch fehlenden zu ermitteln.

Für die Tauchausbildung ist dieses komplette Gasgesetz uninteressant, wir beschäftigen uns nur mit je 2 Angaben auf beiden Seiten der Gleichung:

  • Boyle - Mariotte: Zusammenhang zwischen Druck und Volumen bei konstanter Temperatur
  • Gay - Lussac: Zusammenhang zwischen Druck und Temperatur bei konstantem Volumen

 

Gase

ideale Gase:
Die gesamten Gasberechnungen gelten nur für theoretische, ideale Gase, von denen angenommen wird, dass ihre Moleküle kein eigenes Volumen besitzen.

reale Gase:
In der Realität besitzen Gasmoleküle ein eigenes Volumen, was auch bedeutet, dass sie sich nicht beliebig komprimieren lassen. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Aussagen des Gasgesetzes nicht mehr stimmen.

So enthält z.B. ein mit 300 bar gefüllte 10 Liter PTG nicht 3000 Liter, sondern nur ca. 2800 L Luft.

 

Gay-Lussac

Der Chemiker forschte im 18. Jahrhundert unter anderem im Bereich der Gase. "Sein" Beitrag zum allgemeinen Gasgesetz besagt, dass sich der Druck p einer abgeschlossenen Gasmenge bei konstantem Volumen proportional zu der Temperatur T des Gases ändert. Wird also der Druck einer solchen Gasmenge kleiner, so sinkt auch ihre Temperatur, und umgekehrt.

p / T = konstant, also auch  p1 / T1 = p2 / T2 

So kann man z.B. berechnen, um wieviel °C sich ein PTG beim Füllen erwärmt, oder erklären, warum der Druck in der Pressluftflasche relativ schnell sinkt, wenn man ins kalte Wasser springt.

Achtung, alle Berechnungen müssen in Kelvin und nicht in °C erfolgen!

 

Grundzeit

Die Grundzeit ist ein Begriff, der in Zusammenhang mit der Dekotabelle verwendet wird.
Es handelt sich um die gesamte Zeit, die zwischen Abtauchen und Wieder - Erreichen der Oberfläche liegt. Der Kontroll- und der Sicherheitsstop bzw. eventuelle Dekopausen sind aus dieser Zeitspanne ausgeklammert, und werden ggf. gesondert betrachtet.

 

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Harness

Backplates, Wings und Harness sind das Herzstück eines guten Tauchsystems. Viele Hersteller benutzen diese drei Komponenten. Jeder hat seine kleinen Details eingebaut, doch basiert alles auf dem selben Prinzip.

Das Harness ist die Begurtung und wird mit dem Backplate fest verbunden. Das Material ist ähnlich der Begurtung eines normalen Jackets, meist ist es aber viel festeres Material.

 

HBO

Abkürzung für hyperbare Oxygenation.
Hierbei handelt es sich um Druckkammer - Behandlungen in Verbindung mit reinem Sauerstoff unter Überdruck nach einem ganz bestimmten Therapie-Programm.
Es ist die sinnvollste Hilfeleistung bei Tauchunfällen, da durch die Sauerstoff-Behandlung ein hohes Diffusionsgefälle des im Körper gelösten Stickstoffs zur Umwelt erzeugt wird. Der Überdruck hilft, die Grösse eventueller Gasblasen im Körper zu verkleinern.

 

Henry

Der amerikanische Naturforscher untersuchte im 19. Jahrhundert die Gaslöslichkeit in Flüssigkeiten.

Bei konstanter Temperatur steht die Menge des in einer Flüssigkeit gelösten Gases im Sättigungszustand in direktem Verhältnis zum Druck des über der Flüssigkeit befindlichen Gases.

Die Menge des gelösten Gases ist dabei abhängig von...

  • dem Partialdruck (höher = mehr)
  • der Löslichkeit des Gases in der Flüssigkeit (höher = mehr)
  • der Flüssigkeitsmenge (mehr Lösemittel = mehr gelöstes Gas)
  • der Temperatur der Flüssigkeit (kälter = mehr)

 

HSA

Handicapped Scuba Association.
Die HSA bildet behinderte zu Tauchern aus und bildet diese dann auch weiter.

 

Hydrostatisches Gleichgewicht

Wenn ein Taucher so austariert ist, dass er - ohne abzusinken oder aufzusteigen - im Wasser schwebt, so befindet er sich im hydrostatischen Gleichgewicht. Sein Gewicht ist in diesem Fall gleich gross wie der vom Wasser verursachte Auftrieb.

 

hyperbar

mit Überdruck
Dieser Ausdruck wird in Verbindung mit Druckkammer - Behandlungen von Dekounfällen benutzt, z.B. bei der hyperbaren Sauerstoffgabe.

 

Hyperkapnie

Kohlendioxydüberschuß. (Gegenteil siehe Hypokapnie)

 

Hyperthermie

Zu viel Wärme vorhanden. (Gegenteil siehe Hypothermie)

 

Hyperventilation / Hyperventilieren

Hyperventilation ist ein mehrfaches, schnelles, tiefes Ein- und Ausatmen ohne körperlichen Bedarf, also ohne eigentlichen Atemreiz. Dadurch wird Kohlendioxid aus dem Lungensumpf abgebaut, und der Atemreiz tritt erst später ein, was ein längeres Luftanhalten z.B. für das Apnoetauchen ermöglichen soll.

In der Realität ist das Hyperventilieren aber lebensgefährlich, denn der Sauerstoffmangel mit darauffolgender, schlagartiger Bewusstlosigkeit kann vor dem durch das Kohlendioxid verursachten Atemreiz erfolgen, und der Taucher kann ertrinken (Schwimmbad - Blackout).

 

Hypokapnie

Zu wenig Kohlendioxyd. (Gegenteil siehe Hyperkapnie)

 

Hypothermie

Unterkühlung. (Gegenteil siehe Hyperthermie)

 

Hypoxie

Sauerstoffmangel. (Gegenteil: Hyperoxie)

 

 

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IAHD

Abkürzung für International Association for Hadicapped Divers.
Die IAHD bildet behinderte zu Tauchern aus und bildet diese dann auch weiter.

 

IDIC

Abkürzung für International Diving Instructor Corporation.

 

 

Immersion

Lateinisch für Eintauchen.

 

Immersionseffekt

Beim Eintauchen ins Wasser ändert sich der Einfluss der Schwerkraft auf den menschlichen Körper, was zum Blut-Pooling führt.

 

  • Das Herz muss durch Vergrößerung des daraus resultierenden Schlagvolumens Mehrarbeit leisten.
  • Das Zwerchfell verschiebt sich nach oben.
  • Der Brustkorb verkleinert sich bei zunehmendem Druck innerhalb seiner elastischen Grenzen.
  • Des weiteren kommt es zu einer Verlangsamung des Herzschlages, sobald das Gesicht ins kalte Wasser getaucht wird, da die Rezeptoren für diesen Reflex in der Haut des Mund- und Nasenbereiches liegen.

 

Inertgas

Chemisch unter normalen Bedingungen nicht reagierende Gase.
Bei der Taucherei verwendete Inertgase sind Kohlendioxid, Stickstoff, sowie die Edelgase Helium und Argon.

 

Inertgas-Narkose

Unter hohem Partialdruck wirken fast alle Inertgase berauschend bzw. narkotisierend, und führen früher oder später zum Tiefenrausch bzw. zur Narkose.
Eine Narkose kann plötzlich, ohne vorherige, Anzeichen auftreten.
Um die Auswirkungen einer mögliche Stickstoff-Narkose, die theoretisch ab ca. 2,9 bar Partialdruck (= 27 m Wassertiefe bei Pressluftatmung) auftreten kann, zu minimieren, wird im Bereich des technischen Tauchens ein Teil des Stickstoffes im Atemgas - Gemisch durch Helium ersetzt (Heliox, Trimix), deren narkotisierende Wirkungen erst in weitaus grösseren Tiefen auftreten.

 

Innenohr Barotrauma

Riß des runden Fensters im Ohr durch zu spät und zu kräftig ausgeführte Valsalva-Methode.

 

Injektor

Wenn ein Gas sich mit hoher Geschwindigkeit in eine Richtung bewegt, so entsteht an den Seiten der Strömung ein zur Umgebung hin relativer Unterdruck. Dieser Effekt wird verstärkt, je schneller die Gasströmung ist (z.B. beschleunigt durch eine Düse), und durch einige andere konstruktive Merkmale.

Diesen Umstand macht man sich bei der Konstruktion von Atemreglern, vor allem in der zweiten Stufe, zu Nutze. Dabei muss durch aktives Einatmen nur noch das Ventil, das den Luftstrom von der ersten Stufe absperrt, geöffnet werden. Im gleichen Augenblick strömt Luft aus dem Mitteldruckschlauch sowohl in Richtung Mundstück, als auch in einen Injektor. Dieser erzeugt nun einen Unterdruck, der das Ventil so lange offen hält, bis wieder mit dem Ausatmen begonnen wird. Auf diese Art wird die Atemarbeit rein auf die Ventilöffnung beschränkt.

 

Anfang

J-Valve

Ein J-Ventil ist ein Ventil mit Reserve. Das ist ein veraltetes System. Zum öffnen der Reserve muß man den Hebel runter drücken (Reserve ziehen). Wenn die Reserve beim füllen der Flasche nicht geöffnet ist, wird die Reserve nicht befüllt, d. h. der Taucher hat, wenn die 50 bar erreicht sind, keinen Luftvorrat mehr zur Verfügung.

 

Joule

Masseinheit der Arbeit.

 

Joule-Thompson-Effekt

Ein Gas kühlt sich ab, wenn es entspannt wird, da von den Molekülen Energie verbraucht wird, um die Anziehungskräfte zwischen den Molekülen zu überwinden.
Je grösser die Druckdifferenz und die Menge des entspannten Gases ist, desto kälter wird dieses.
 
Dieser Effekt tritt in Kombination mit dem Gasgesetz von Gay - Lussac vor allem am Kolben der 1. Stufe eines Atemreglers auf, wo der Hochdruck der Pressluftflasche auf den Mitteldruck reduziert wird. Die Temperatur der dort entspannten Atemluft erreicht häufig Temperaturen weit unter 0°C.

Befindet sich in der Flasche Luftfeuchtigkeit aus einer schlechten Flaschenfüllung, so kann Wassernebel an dieser kalten Stelle einfrieren, und den Kolben blockieren. Der Atemregler bläst dann ab.

 

Jump Reel
siehe Reel.

 

Anfang

K-Valve

Ein K-Ventil ist ein einfaches Auf-Zu-Ventil.

 

Kapillare

Feinst verästeltes Blutgefäss, Haargefäss.

 

Kelvin

Einheit für das Mass der absoluten Temperatur
Die Temperaturskala beginnt beim absoluten Nullpunkt (-273°C) mit 0 Kelvin.
1°C Temperaturdifferenz entspicht auch 1 Kelvin. Demnach ergeben...

0°C 273 K
10°C 283 K
100°C  373 K usw.

also jeweils die Anzahl Grad Celsius plus 273.

Benötigt werden diese Angaben für Druck-Wärmeberechnungen, die immer mit der absoluten Temperatur durchgeführt werden müssen.

 

Klaustrophobie

Angst vor Aufenthalt in geschlossenen Räumen, die auch in gewissem Masse Tauchanfänger befallen kann.
Durch die Verringerung der Kommunikations - Möglichkeiten, das Gefühl der Einsamkeit, einer grossen Wassermasse über dem Kopf und der Abhängigkeit von unverständlicher Technik kann sich eine solche Phobie schnell zur Panik aufschaukeln, die die Fluchtreaktion zur Oberfläche auslöst.

Gefährdete Personen kann dieser Gefühlssturm besonders beim Höhlen- und beim Eistauchen treffen. Hier verläuft die Reaktion darauf meistens tödlich.

 

Kohlendioxid CO2

Inertgas, das bei jeder Verbrennung mit genügend Sauerstoff entsteht.
Es wird auch im menschlichen Körper bei der Energieerzeugung gebildet. Von den 21% Sauerstoff, die die normale Einatemluft enthält, werden 4% bei dieser Verbrennung verbraucht, und Kohlendioxid als Abfallprodukt über den Blutkreislauf zur Lunge transportiert und dort abgeatmet.

Der Partialdruck des Kohlendioxides im Blut (und die damit zusammenhängende Konzentration) ist hauptverantwortlich für den Atemreiz.

Bei falscher Atmung, verbunden mit einigen anderen Faktoren, kann es zu einer Überkonzentration von Kohlendioxid im Blut mit nachfolgendem Essoufflement kommen.
Bei der Hyperventilation hingegen wird so viel Kohlendioxid aus der Lunge ausgespült, dass der pH - Wert des Blutes steigt, und dadurch der Atemreiz erst verspätet eintritt.

 

Kohlenmonoxid CO

Reaktionsfreudiges, giftiges Gas, das bei Verbrennungen ohne ausreichende Sauerstoff-Zufuhr entsteht.
Es kann vor allem bei falscher Aufstellung transportabler Kompressoren in grösseren Mengen in die Pressluftflasche gelangen, und beim Tauchen im menschlichen Körper für Vergiftungserscheinungen sorgen.

Die Fähigkeit von Kohlenmonoxid, sich an die für den Sauerstofftransport notwendigen roten Blutkörperchen zu binden, ist 250x höher als die des Sauerstoffes selber. Daher sind bei ausreichender Konzentration und Einwirkzeit die Sauerstoffträger blockiert, und es kommt nach einem kurzen Zeitraum der Berauschtheit und mangelnder Urteilsfähigkeit zu Kopfschmerzen, oberflächlicher Atmung, hellroter Gesichtsfarbe und schliesslich zu Bewusstlosigkeit.

Therapie: frische Luft atmen lassen (pro Stunde ca. 30-50% CO-Abbau), besser aber Sauerstoff hyperbar, um ein möglichst hohes Diffusionsgefälle des Kohlenmonoxides von den Blutkörperchen zur Lunge zu erreichen.

 

Kompartiment

Ein Kompartiment ist ein theoretisches Gewebe. Diese theoretischen Gewebe nehmen/geben unterschiedlich Gase auf/ab. Bei dem Padi RDP (Recreational Dive Planner)sind 14 Kompartimente und bei der US-Navy Tabelle 6 Kompartimente vorhanden.

 

Kompensiert.

Siehe balanciert.

 

Kompression / Komprimieren

Ein Gas nimmt immer den ihm angebotenen Raum ein. Wird dieser Raum verkleinert, so werden die Gasmoleküle näher aneinander gerückt, und der Druck in diesem Gas steigt.

Den Zusammenhang zwischen Volumen und Druck zeigt das Gesetz von Boyle - Mariotte.

 

Konjunktivalreflex

Automatisches Schliessen der Augenlider bei Wasserkontakt.
Diesen Reflex sollte ein Taucher problemlos unterdrücken können, z.B. um ohne Schwierigkeiten unter Wasser die Maske leerzublasen, oder bei einem eventuellen Maskenverlust nicht in Panik auszubrechen. Aus diesem Grund wird während der Tauchausbildung das Tauchen ohne Maske trainiert.

 

Kreislauf

Siehe Blutkreislauf.

 

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Labyrinth

Das Labyrinth wird aus Schnecke und Bogengängen gebildet, und stellt zusammen mit dem zum Gehirn führenden Hörnerv das Innenohr dar.

Die Schnecke ist der Schallaufnehmer, und die Bogengänge bilden das Gleichgewichtsorgan.

 

Lee

Damit ist die Windabgewandte Seite gemeint. (Gegenteil siehe Luv)

 

Löslichkeit

Eine Lösung ist eine vollständige Durchmischung der Moleküle einer gelösten Substanz mit denen eines Lösemittels (Lösungsmittels). Dabei wird als Lösemittel der Stoff bezeichnet, der mengenmässig den grösseren Anteil von beiden hat.

Die Löslichkeit beschreibt, in welchem Mengenverhältnis sich die Stoffe miteinander vermischen können. Dabei ist sie abhängig von:
- dem chemischen Aufbau der Stoffe selbst (Ähnliches löst sich in Ähnlichem),
- der Temperatur der Substanzen, und
- bei gelösten Gasen dem (Teil-) Druck des Gases über der Flüssigkeit (Henry).

Vor allem die zuletzt genannte Gaslöslichkeit, speziell die des Stickstoffes, ist für den Taucher für das Verständnis von Dekompression und Tiefenrausch von Bedeutung.

  • Bei tieferen / längeren Tauchgängen wird mehr Stickstoff im Körper gelöst als bei flacheren / kürzeren.
  • Fettgewebe löst 5x mehr Stickstoff als z.B. die Muskulatur.
  • Der Tiefenrausch ist druck- und damit tiefenabhängig, und hängt auch von der Löslichkeit des Stickstoffes in bestimmten Fettgeweben ab.
  • Im kalten Wasser ist die im Körper des Tauchers gelöste Gasmenge grösser als in warmen Gewässern.

 

Luftembolie

Siehe arterielle Gasembolie (AGE).

 

Lungenüberdehnungsverletzung

Die Lungenüberdehnungsverletzung tritt dann auf wenn z. B. der Taucher den Atem anhält und aufsteigt. Die folgenden vier Verletzungen können getrennt voneinander oder mehrere gleichzeitig auftreten: Luftembolie, Mediastinal-Emphysem, subkutanes Emphysem, Pneumothorax.

 

Luftverbrauch

Bei vielen Tauchern entwickelt sich geradezu ein "Wettstreit", wer am wenigsten Luft verbraucht. Für den Anfänger ist es zwar kein Fehler, seinen Luftverbrauch ein wenig im Auge zu behalten, man sollte allerdings nie krampfhaft versuchen, weniger als sein Tauchpartner zu atmen, um zu "gewinnen".
- Man wird merken, dass mit steigender Erfahrung (= Ruhe) der Luftverbrauch sinkt.
- Zu wenig atmen kann höllische Kopfschmerzen verursachen.
- Viele Frauen brauchen weniger Luft als die Männer.

 

Luftverbrauchs-Berechnung

An dieser Stelle soll keine Beispiels - Berechnung erscheinen, das ist Aufgabe des Tauchunterrichtes, sondern es sollen die wichtigsten Fakten noch einmal gesammelt dargestellt werden.

  • Ein Luftverbrauch von 25 L/min (oft benutzter Wert für Berechnungen) wird von einem trainierten Taucher bei einem normalen Tauchgang ohne Strömung, stärkerer körperlicher Belastung oder seelischer Anspannung kaum erreicht.
  • Der Luftverbrauch ist tiefenabhängig, rein rechnerisch muss das Gesetz von Boyle - Mariotte beachtet werden (p V = konstant).
  • Der Luftdruck von 1 bar auf Meereshöhe darf dabei nicht vergessen werden. Bei Bergsee-Berechnungen verringert sich dieser Luftdruck um 0,1 bar / 1000 m.
  • Gefüllte Flaschen haben einen Druck von 200 bar. Eine 10-L-Pressluftflasche enthält demnach 2000 l (anderes lassen wir unberücksichtigt!).
  • Die Reserveluft darf für den normalen Tauchgang nicht mit verwendet werden, es sei denn, dies wird speziell erwähnt. Daher stehen von einer gefüllten Flasche nur 200 bar - 50 bar = 150 bar zur Verfügung.
  • Zur Sicherheit sollte man bei allen Berechnungen zusätzlich zu den reinen Zahlenwerten grundsätzlich auch alle Einheiten notieren. Dies hilft dabei, Fehler zur erkennen und zu vermeiden.

Zur Hilfe bei Berechnungen kann das folgende Formel - Dreieck verwendet werden, wobei AMV für das Atemminutenvolumen, t für die Tauchzeit und VTT für das verbrauchte Luftvolumen in der entsprechenden Tauchtiefe (Druckabhängigkeit) steht.

 

Luftzusammensetzung

Einatemluft:                    Ausatemluft:

78% Stickstoff               78% Stickstoff
21% Sauerstoff               17% Sauerstoff
1% restliche Gase            4% Kohlendioxid
                                      1% restliche Gase

 

Luv

Damit ist die dem Wind zugewandte Seite gemeint. (Gegenteil siehe Lee)

 

Anfang

M-Wert

Maximal erlaubter Druck im Kompartiment.

 

Mediastinalemphysem

Eintritt von Luft in das Mediastinum, verursacht durch einen zentralen Lungenriss.
Therapie: allgemeine Notfallmassnahmen, Sauerstoff (möglichst hyperbar, sonst 100% bis zum Eintreffen des Arztes), ruhig halten und betreuen.

 

Mediastinum

Der Raum zwischen den beiden Lungenflügeln.

 

Mikrogasblasen / Mikrobläschen

Nach dem Tauchen können sich im Organismus Mikrogasblasen bilden, die keinerlei Beschwerden verursachen, und vom Blut in die Lunge transportiert werden. Dort werden sie durch die Atmung abgegeben.
Allerdings behindern die Gasbläschen die Durchblutung der Lunge, und verhindern so den normalen Abbau von gelöstem Stickstoff. Dies beeinträchtigt die Entsättigung kurz nach einem Tauchgang.
Durch die Behinderung des Bluttransportes in der Lunge kann sich daraus schlimmstenfalls ein sogenannter Rechts-Links - Shunt ergeben.

Weitere Möglichkeiten der Schädigungen durch die Mikrobläschen stehen bisher noch nicht eindeutig fest, da Langzeitstudien erst im Gange sind.

 

Mitteldruck

In der ersten Stufe eines Atemreglers wird der Flaschen - Hochdruck auf den Mitteldruck reduziert, der zur zweiten Stufe weitergegeben wird.
Je nach Atemregler und Hersteller varriert der Mitteldruck, er liegt bei Umgebungsdruck ungefähr zwischen 10 und 15 bar. Dies ist auch ein Grund dafür, weshalb nicht jeder Lungenautomat (zweite Stufe) wahllos an jede erste Stufe, z.B. für ein Oktopus - System, angeschlossen werden darf.

Bei modernen Atemreglern ist der Mitteldruck heutzutage kompensiert, das heisst, er variiert gleichzeitig mit der Veränderung des Umgebungsdruckes und abnehmendem Flaschendruck. Die Kompensation sorgt dafür, dass auch in grösseren Tiefen bei sinkendem Flaschendruck noch genügend Pressluft für die Atmung zur Verfügung gestellt werden kann, ohne dass die Atemarbeit nennenswert vergrössert wird.

 

Anfang

NAUI

National Underwater Instructors

 

Nitrox

Enriched Air wird auch oft als Nitrox bezeichnet. Die Bezeichnung Nitrox umfaßt aber auch Mischungen mit weniger als 21 % Sauerstoff. Diese Mischungen mit weniger als 21 % Sauerstoff werden von Berufstauchern benutzt, um ihre Sauerstoffbelastung zu verringern wenn Sie tagelang unter Druck bleiben.

 

normobar

Unter Normaldruck.
Als Taucher trifft man auf diesen Begriff im Bereich der 1. Hilfe bei Tauchunfällen durch Sauerstoffgabe direkt aus der Flasche, eben unter Normaldruck.

 

NRC und ProNRC

NRC = Nitrox & Rebreather Company
ProNRC = Professional Nitrox and Rebreather College

 

Nullzeit

Die Nullzeit ist ein Begriff, der in Zusammenhang mit der Dekotabelle verwendet wird.
Es handelt sich um die maximale Tauchzeit, bei der ohne Einhalten einer Dekopause mit geregelter Geschwindigkeit aufgetaucht werden darf. Normalerweise wird trotzdem ein Sicherheitsstop eingelegt.

Wird die Nullzeit überschritten, so wird der Tauchgang zu einem Deko - Tauchgang.

 

Anfang

Ödem

Krankhafte, schmerzlose Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe.
Grund für diese Schädigungen können z.B. Barotraumen, Verätzungen, Dekompressionsunfälle und Embolien sein.

 

Ohr

Das Ohr unterteilt sich in seinem Aufbau in das Aussenohr, das Mittelohr und das Innenohr. Es dient nicht nur der reinen Schallaufnahme, sondern beinhaltet auch unseren Gleichgewichtssinn.

 

Osmose

Diffusion einer Substanz in eine andere durch eine halbdurchlässige (semipermeable) Membran hindurch.

 

offenes Foramen Ovale

Siehe Foramen Ovale.

 

Anfang

 

Padi

Abkürzung für Professional Association of Diving Instructors. Die größte Tauchorganisation mit etwa 70 - 75 % Marktanteil. Padi brevetiert jährlich etwa 950.000 Taucher.

 

 

Partialdruck

Teildruck eines Gases (s. a. Dalton).

 

Pascal

Offizielle Einheit für den Druck.
1 Pascal (Pa) = 1 N/m2 = 0,01 bar
100 Pa = 1 hPa = 1 mbar

Verwendet wird allerdings in vielen technischen Bereichen sowie auch in der Taucherei bar oder psi (pound per square - inch). ATM (Atmosphären) und ATÜ (Atmosphären - Überdruck) hingegen sind gestorben.

 

Paukenhöhle

Innenraum des Mittelohres begrenzt durch das Trommelfell, das ovale und runde Fenster des Innenohres, und die eustachische Röhre.

 

Pee-Valve

Siehe Urinalventil.

 

Pendelatmung

Durch den Totraum in den Atemwegen (ihr eigenes, unveränderbares Volumen) wird ein geringer Teil des durch die Atmung bewegten Luftvolumens nicht ausgeatmet, sondern nur hin- und hergeschoben. Wir leben damit und sind an diesen Zustand gewöhnt.
Wird nun der Totraum künstlich vergrössert, z.B. durch einen Schnorchel, so wächst auch das nicht mehr ausgetauschte Luftvolumen an. Somit steigt auch der Kohlendioxid - Partialdruck. Die bemerkt man z.B. daran, dass mit Schnorchel nie so langsam und ruhig geatmet werden kann wie ohne. Der Atemreiz setzt früher ein.
Ab einem bestimmten Schnorchel - Volumen (ca. 170 mL) ist es nicht mehr möglich, in der Lunge auf Dauer die lebensnotwendige Sauerstoff - Konzentration zu erhalten. Der Kohlendioxidanteil steigt immer weiter, was schlussendlich zu Bewusstlosigkeit und dann zum Tod führt.

Aus diesem Grund gelten folgende Maximal - Masse für Schnorchel:

  • Länge für Kinder  30 cm , für Erwachsene  35 cm 
  • Durchmesser für Kinder  15-18 mm , für Erwachsene  18-25 mm 

 

pH-Wert

Messbereich für schwache Säuren und Laugen
Die pH - Skala geht von 0 bis 14, dabei liegen die Säuren im Bereich unterhalb, und die Laugen oberhalb von 7 (= neutral).

Interessant für das Tauchen ist der pH-Wert des Blutes, der normalerweise zwischen 7,35 und 7,45 liegt, und von der des Menge darin gelösten Kohlendioxides bzw. dessen Partialdruck im Blut abhängt. Ein genügend grosser Partialdruck sorgt für den Atemreiz.

Der pH - Wert des Blutes schwankt nur wenig, dafür sorgt die Pufferwirkung der roten Blutkörperchen, die Abweichungen in den sauren oder alkalischen Bereich in gewissen Grenzen auffangen können.

 

Plate

siehe Backplate.

 

Pleuraspalt

Die Oberfläche der Lungenflügel und die Innenfläche des Brustkorbes sind mit Rippenfell ausgekleidet. Der Pleuraspalt ist der dazwischen liegende Raum, der eigentlich nur durch eine dünne Flüssigkeitsschicht gebildet wird. In ihm herrscht ein Unterdruck von ca. 3 mbar.

Erweitert sich bei der Einatmung der Brustkorb, so entsteht in diesem Flüssigkeitsspalt ein Unterdruck von ungefähr 6 mbar. Das Lungengewebe folgt diesem Sog und entfaltet sich, d.h. die Alveolen vergrössern sich, und saugen so Luft über Nase oder Mund und das Bronchialsystem an.
Beim Ausatmen erschlafft die Zwischenrippenmuskulatur, der Brustkorb verkleinert sich und das elastische Lungengewebe zieht sich wieder zusammen.

Wenn sich Luft im Pleuraspalt befindet, spricht man von einem Pneumothorax.

 

Pneumothorax

Wenn durch eine äußere oder innere Verletzung (Stich, Lungenüberdruckunfall) Luft in den Pleuraspalt gelangt, so wird der Unterdruck im Pleuraspalt (teilweise) aufgehoben, so dass nicht mehr (vollständig) eingeatmet werden kann. Das elastische Lungengewebe sorgt in diesem Fall dafür, dass der betroffene Lungenflügel zumindest zum Teil in sich zusammenfällt. Erst jetzt wird der Pleuraspalt z.B. auf einem CT sichtbar (links oben).

Eine Sonderform des Pneumothorax ist der Spannungs - Pneumothorax. In diesem Fall bildet die verletzte Stelle ein Ventil, das zwar bei der Einatmung Luft in den Pleuraspalt gelangen lässt, sich bei der Ausamtung aber verschließt. Hierbei gelangt immer mehr Luft in den Brustkorb, der den ohnehin schon in Mitleidenschaft gezogenen Lungenflügel weiter in seiner noch möglichen Entfaltung behindert, und außerdem auf die inneren Organe Druck ausübt. Das führt z.B. zusätzlich zur unvollständigen Atmung zu Herz-Kreislaufproblemen durch Druck auf das Herz.

Therapie durch den Ersthelfer: allgemeine Notfallmaßnahmen, Schocklage und Sauerstoffgabe, um eventuelle Stickstoff - Blasen in Blutbahnen und Gewebe zu verkleinern.

 

ProNRC und NRC

ProNRC = Professional Nitrox and Rebreather College
NRC = Nitrox & Rebreather Company

 

 

PTG

Abkürzung für Pressluft - Tauchgerät.

 

Pressluft

Es wird die Umgebungsluft in einen Behälter gepresst. Beim Tauchen mit sog. Tauchflaschen ist die Luft mit einem Druck von ca. 200 bar hinein gepresst, dadurch hat man bei einer 10 Ltr. Flasche 2000 Liter Luft zur Atmung zur Verfügung. Dies geschieht mit einem Kompressor.

 

Primary Reel

siehe Reel.

Anfang

Quallen

Eine vor Australien und im Westpazifik vorkommende Art der Würfelquallen besitzt ein so starkes Nesselgift, dass Berührungen mit ihren Tentakeln je nach Umfang der Vernesselungen von Hautrötungen über starke Schmerzen zur Bewusstlosigkeit oder gar zum Tode führen können.
Sekundäre panikartige Reaktionen auf die Berührung mit diesen Tieren wie z. B. Notaufstiege sind keine Seltenheit.

Zu den Zeiten vermehrten Auftretens dieser Quallenart (häufig in ufernahen Bereichen) werden die Strände wegen "Jellyfish Alert" (Quallenalarm) gesperrt.

 

Anfang

RDP (Recreational Dive Planner)

Mit dem RDP (Tabelle oder Wheel) berechnet man seine Nullzeit-Tauchgänge. Damit weiß man genau wie lang man auf einer bestimmten Tiefe bleiben darf, ohne die Gefahr einen Dekompressions-Tauchgang machen zu müssen. Man sollte aber immer oberhalb der erlaubten Grenzen des RDP bleiben. Der RDP rechnet mit 14 Kompartimenten.

 

Rechenmodell

Programm in einem Tauch- bzw. Dekocomputer.
Es basiert auf der Dekotabelle, berechnet aber die Nullzeit bzw. Dekompressionszeit immer anhand der aktuellen Tiefe, und berücksichtig dabei verschiedene Gewebetypen bezüglich ihrer Sättigung (sowohl Menge als auch Zeitraum) mit Stickstoff.

 

Rechts-Links-Shunt

Überströmen von Stickstoff - bläschenhaltigem Blut von der venösen auf die arterielle Seite des Kreislaufes innerhalb der Herz - Vorhöfe (Foramen Ovale) oder über die Lunge bei zu hoher Konzentration der Bläschen.

 

Reel

Das Reel ist eine Seilrolle.
Es gibt verschieden Arten dieser Reels.

Exploration Reel
werden benutzt, um Höhlen zu erkunden. Das Reel ist sehr gross, um genügend Leine mitzuführen. Die Länge der Leine auf dem Reel beträgt ca. 450m - je nach Stärke der Leine.

Primary Reel
Das ist das erste Reel, das der Höhlentaucher benutzt. Es wird verwendet, um die erste Verbindung zu schaffen, vom Freiwasser bis hin zur Hauptleine. Die Leinenlänge beträgt ungefähr zwischen 70 und 140m.

Safety Reel
Jeder Höhlentaucher besitzt ein solches Reel. Falls man die Höhlenleine verlieren sollte, einen Tauchpartner sucht, oder eine Leine repariert werden muss. Generell sind diese Reels kleiner und haben eine Leinenlänge zwischen 25m und 50m.

Jump Reel
Dieses Reel wird benutzt, um z.B von der Hauptleine aus eine kontinuierliche Verbindung zu schaffen, die zu einem Seitengang führt, oder bei einem Leinenende, welche als weitere Verbingung zu einer naheliegenden anderen Leine benutzt werden kann. Meistens sind diese „Jumps“ recht kurz, ca. 5 - 20m. Deshalb ist auf so einem Reel ca. 20 - 25m Leine aufgespult.

Gap Reel
Dieses Reel ist mehr oder weniger dasselbe wie ein Jump Reel - es wird benutzt, um zwei Leinenenden miteinander zu verbinden, daher auch der englische Ausdruck "Gap", welcher für Lücke steht, die mit dem Reel geschlossen wird.

Spools
Dieser Typ von einem Reel ist relativ simpel aufgebaut, da es eigentlich nur aus einer Trommel besteht. Der Vorteil davon ist, dass die Leine nicht in der Trommel verwickelt werden kann. Es ist die simpelste Technik, Leine zu befördern. Mittlerweile sehr populär geworden, da man es schon in jeder Größe erhält. Auch ein Sicherheitsaspekt in Bezug auf das Safetyreel, da in Streßsituationen meißt mehrere Fehler passieren können (z.B Leinenverwicklung auf der Trommel).

 

Rekompression

Druck nach dem Auftauchen erneut erhöhen
Zweck der Rekompression ist die Verhinderung bzw. Verminderung von Dekompressions - Erscheinungen. Die Rekompression während einer Druckkammer - Behandlung ist sinnvoll, die nasse Rekompression hingegen kaum.

  • Da wieder in z.T. grosse Tiefen hinabgetaucht werden muss, gibt es Probleme mit der Luftversorgung und der Auskühlung.
  • Eine (ärztliche) Betreuung unter Wasser ist nicht möglich, schon gar keine Herz-Lungen-Wiederbelebung.
  • Eine Rekompression mit Pressluft ist nicht sinnvoll, da zusätzlicher Stickstoff zugeführt wird. Der Einsatz von Sauerstoff ist unumgänglich.
  • Grössere Bläschen haben meist eine längliche Form, auch bei hohem Druck weiterhin die Blutbahnen verstopfen, denn ihre Idealform ist die Kugel. Nur mit Hilfe eines hohen Sauerstoff - Partialdruckes können diese Bläschen "verdünnt" und bestenfalls ganz aufgelöst werden.

Schlechte Erfahrung haben die SUVA (Schweizer Unfallversicherungsanstalt) veranlasst, Entschädigungen für Dekounfälle abzulehnen, wenn nass rekomprimiert wurde.

 

Residualvolumen

Restvolumen in der Lunge nach vollständiger Ausatmung (ca. 1/4 der Vitalkapazität), das für die Atmung nicht zur Verfügung steht, und daher auch Lungensumpf genannt wird.

 

Anfang

Safety Reel

siehe Reel.

 

Sättigung

Befindet sich ein Gas über einer Flüssigkeit, so dringen durch Eigenbewegung seiner Moleküle diese nicht nur in die Flüssigkeit ein, sondern treten auch wieder aus. Ist der Partialdruck dieses Gases über der Flüssigkeit grösser als in der Flüssigkeit, so gehen zunächst mehr Gasteilchen in die Flüssigkeit über als umgekehrt.
Schliesslich hat die Flüssigkeit so viel Gas aufgenommen, dass der Partialdruck innerhalb und ausserhalb der Flüssigkeit gleich gross sind, und gleich viele Gasmoleküle ein- und austreten - nun spricht man von Sättigung.

Die Geschwindigkeit der Sättigung ist dabei abhängig von...

  • dem Teildruck des Gases über der Flüssigkeit
  • der Grösse der Flüssigkeits-Oberfläche
  • der Löslichkeit des Gases in der Flüssigkeit

Die Menge gelösten Gases wird von Henry beschrieben.

 

Sauerstoff

Mit Hilfe des Sauerstoffs findet im menschlichen Körper in Verbrennungsprozessen die Energieerzeugung statt. Als "Abgas" entsteht dabei Kohlendioxid.
Steigender Kohlendioxid - Partialdruck zuerst, und danach sinkender Sauerstoff - Partialdruck zwingen den Menschen zum Einatmen.

 

Sauerstoff-Vergiftung / -Toxizität

Ab einem Partialdruck von ungefähr 1,7 bar zeigt der Sauerstoff nach einer gewissen Zeit toxische Wirkung. Beim normalen Sporttauchen mit Pressluft ist dieser Wert unwichtig, da er erst in einer Tiefe von 71 m erreicht wird, beim Tauchen mit reinem Sauerstoff aber bereits in 7 m Wassertiefe.

 

Schallgeschwindigkeit

in der Luft: 340 m/s, im Wasser 1485 m/s

Das menschliche Gehirn kann die Richtung, aus denen der Schall kommt, aufgrund des zeitlichen Unterschiedes seines Eintreffens im linken und rechten Ohr feststellen. Da die Schallgeschwindigkeit unter Wasser durch dessen hohe Dichte mehr als vier mal so gross ist wie an der Luft, ist eine Ortung unter Wasser nicht mehr möglich.

Eine weitere Auswirkung ist, dass weit entfernte Geräusche unter Wasser sehr nah klingen, man also in 20 m Tiefe meint, von einem Schiff "überfahren" zu werden.

 

Schock

Lebensbedrohlicher Zustand durch Herunterfahren der Kreislauffunktionen

Gründe:

  • Blutverlust innen oder aussen (Volumenmangel - Schock)
  • Allergien (anaphylaktischer Schock)
  • Vergiftung (septischer Schock)
  • Versagen der Herzleistung (kardiogener Schock)
  • psychischer Schock, z.B. nach Unfall

Folgen:

  • das Blutvolumen sackt in die Beine ab, niedriger Blutdruck
  • Kreislauf - Zentralisation auf Herz und Gehirn (Köperkern) durch Engstellen der Arteriolen in der Peripherie
  • durch Unterversorgung der Gewebe mit Sauerstoff wird dieses übersäuert, und die Arteriolen öffnen sich wieder
  • der Blutdruck sinkt dadurch weiter ab > Bewusstlosigkeit > Atemstillstand > Tod

Kennzeichen:

  • feuchte, blasse, kalte Haut
  • schneller Puls (über 100), da der Körper versucht, das Herzschlag-Volumen zu erhöhen
  • der Blutdruck bleibt aber durch zu wenig vorhandenes Blut schwach (unter 100), und ist daher kaum tastbar
  • geistige Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit, Unruhe
  •  SI (Schock-Index) = Puls / oberen Blutdruck , also z.B. 60 / 120 = 0,5
    SI steigt > Allgemeinzustand schlechter
    SI sinkt > Allgemeinzustand besser (ca. 0,5 ist gut)

Therapie:

  • bei Bewusstsein: Schocklagerung (Beine etwas höher), vorsichtig alkohol- und koffeinfreies Getränk verabreichen, um Flüssigkeitsvolumen zu ergänzen
  • bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • Arzt: Volumenmangel durch Infusionen von Blut, Ringer oder Kochsalzlösung ausgleichen

 

SDI

Abkürzung für Scuba Diving International.

 

Skip-Breathing

Zeitweiliges Atem anhalten während dem Tauchgang um Luft sparen zu wollen. Der Kohlendioxyd Pegel steigt an und man muß danach noch öfter Atmen. Es kann Hyperkapnie verursachen.

 

SSI

Abkürzung für Scuba Schools International.

 

Schwimmbad-Blackout

Durch Sauerstoffmangel verursachte Bewusstlosigkeit beim Strecken- oder Zeittauchen (Apnoe).
Ursachen: Hyperventilation oder der Ehrgeiz, ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Die Bewusstlosigkeit tritt häufig in der Auftauchphase kurz vor Erreichen des Zieles ein, da in der Tiefe durch den erhöhten Druck mehr Sauerstoff verbraucht wurde, und beim Auftauchen durch die Druckentlastung der Partialdruck des Sauerstoffes plötzlich unter den lebensnotwendigen Wert sinkt.

Wird der Verunglückte nicht sofort aus dem Wasser gezogen, dann kann er aufgrund des einige Zeit später einsetzenden Atemreizes (verursacht durch den Kohlendioxid - Partialdruck) ertrinken.

 

Scooter

Auch DPV (Diver Propulsion Vehicle) genannt.
Hierfür bieten viele Tauchschulen einen Kurs an, indem man den Umgang mit einem Scooter erlernt.
Dieses Hilfsmittel erlaubt es weiter in z. B. Höhlensysteme einzudringen, weniger Gas zu verbrauchen und Ausrüstungen zu transportieren. Die Integration des Scooters in den Tauchplan ist von großer Bedeutung.

 

Semipermeabel

semi = halb, permeabel = durchlässig, also halbdurchlässig
Diesen Ausdruck finden wir bei der Osmose und dem Stoffwechsel wieder. Er bezeichnet dort die Durchlässigkeit der Zellmembranen des menschlichen Körpers nur für bestimmte Substanzen.

 

Sicherheitsstop

Bei nicht deko - pflichtigen Tauchgängen wird aus Sicherheitsgründen ein Stop von 3 min in 5 m Wassertiefe eingehalten, um überschüssigen Stickstoff abzuatmen.

 

Sparatmung

Versuch, durch flache Atmung - meist im oberen Bereich der Atmung - den Luftverbrauch zu reduzieren.
Durch das reduzierte Ausatmen steigt der Kohlendioxid - Partialdruck im Körper, und auch im Gehirn. Kurzfristig ist dies nicht schlimm, aber nach einem längeren Tauchgang führt es zu starken Kopfschmerzen.

 

Spool

siehe Reel.

 

Stage

Die Flaschen werden zusätzlich, zu den Flaschen auf dem Rücken, mitgeführt. Die Flaschen werden für folgendes verwendet: z.B. wenn weite Eindringungen in Höhlen geplant sind, oder wenn bei Trimix oder im Technical Diving „Travelgas oder Dekompressionsgas“ eingesetzt wird; alle Einsatzmöglichkeiten basieren auf dem gleichen Prinzip der Befestigung an das Harness. Wichtig hierfür ist, das die Schläuche des Stage-Reglers mit (am besten 2) Gummibändern an der Flasche gehalten werden, um ein Verheddern in Leinen oder Wrackteile zu verhindern.
Mehrere Variationen sind möglich, ob nun mit Flaschenbändern etwas konstruiert wird, oder ob man im Fachhandel spezielle Systeme kaufen will, bleibt letztendlich jedem selbst überlassen. Auch die Anordnung der Flaschen (zwei Flaschen auf einer Seite, oder jeweils rechts und links eine Flasche) ist auch immer dem Tauchgang angepaßt, da bei einem Trimixtauchgang weniger die Verwechslungsgefahr besteht, wenn die Gase getrennt rechts und links angebracht werden. Auch die Frage, ob bei einem langen Scootertauchgang in der Höhle die beiden Stagetanks links, oder ob beide rechts befestigt sind, um mehr Freiheit beim Fahren zu haben, sollte jedem selbst überlassen sein.

 

Steuerbord

Dies ist die in Fahrtrichtung rechte Schiffsseite.
Nachts wird sie durch ein grünes Licht gekennzeichnet.

 

Stickstoff

Inertgas, das sich mit 78% an der Luftzusammensetzung beteiligt

So unerwünscht der Stickstoff eigentlich beim Tauchen ist (Tiefenrausch, Dekokrankheit), so notwenig ist er auch. Er "verdünnt" den sonst so aggressiven Sauerstoff, verhindert dadurch unerwünschte chemische Reaktionen, und verschiebt den Beginn der Sauerstoff - Vergiftung in normalerweise nicht erreichbare Bereiche.

 

Stickstoff-Narkose

siehe Inertgas - Narkose und Tiefenrausch

 

Stimmritzenkrampf (Laryngospasmus)

Der Stimmritzenkrampf ist ein Reflex des Körpers, Eindringen von Wasser (und Fremdkörpern) in die Lunge zu verhindern. Er geschieht durch den Verschluss der Stimmritze im Bereich des Kehlkopfes, und fühlt sich an, als wenn man sich kräftig verschluckt hätte.

Das Problem dabei ist, dass nicht nur das Eindringen von Wasser, sondern auch von Luft verhindert wird (Erstickungsanfall). Auch kann die in der Lunge befindliche Luft nicht entweichen. Mit dem Luftmangel kommt es meistens automatisch zu einem Notaufstieg in Panik. Durch den Verschluss ist der Lungenriss daher vorprogrammiert.

Wenn möglich sollte man seinen Partner, wenn man anhand der fehlenden Ausatmung bei ihm einen Stimmritzenkrampf bemerkt, in der Tiefe festhalten. Wenn dieser dann aufgrund des Sauerstoffmangels bewusstlos wird, löst sich der Krampf von selbst, und man kann gefahrlos zur Oberfläche aufsteigen.

 

Stoffwechsel

Für die Energieerzeugung benötigt der Körper Nahrung und Sauerstoff. Diese werden während der Stoffwechsel-Vorgänge in energiearme Substanzen abgebaut. Verdauungsprodukte, Harn und Kohlendioxid werden ausgeschieden. Die während des Stoffwechsels entstehende Wärmeenergie (= Körperwärme) entspricht einem messbaren, physikalischen Brennwert (Joule bzw. früher Kilokalorien).

 

Subkutanes Emphysem

Subkutan = unter der Haut. Dies ist eine Form der Lungenüberdehnungsverletzung. Bei dem Subkutanem Emphysem gelangt Luft unter die Haut und sammelt sich in der Hals- und Schlüsselbeingegend an.

 

Surfactant

Das ist ein Schutzfilm mit dem die Luftwege ausgekleidet sind. Dieser kann jedoch durch das Rauchen zerstört werden. Dadurch können die Alveolen (Lungenbläschen) zusammenfallen.

 

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Taucherdiurese

Siehe Diurese.

 

Taucherflöhe

Haut-Symptome der Dekokrankheit Typ 1
Die roten oder blauroten, juckenden leicht geschwollenen Flecken oder Streifen (Marmorierung) werden durch Stickstoff - Bläschen in den Kapillargefässen der Haut hervorgerufen. Auch wenn diese Symptome keine gesundheitliche Bedrohung darstellen, muss immer noch mit einer Verschlimmerung der Dekompressionserscheinungen gerechnet werden. Aus diesem Grund ist schon bei Taucherflöhen ein Arztbesuch und ggf. eine Druckkammerbehandlung notwendig.

 

Tauchuntersuchung

Bis zum 40. Lebensjahr reicht eine Untersuchung alle zwei Jahre, danach muss jährlich zum Arzt gegangen werden.

Allerdings verlangen viele Auslands-Tauchbasen, dass der ärztliche Check nicht älter als ein Jahr oder sogar 6 Monate ist. Man sollte sich also VOR Abflug in die Ferien über die Forderungen der Tauchbasis informieren.

Weitere Informationen auch über den Umfang der Untersuchung gibt es ausser bei uns auch auf der Website der GTÜM.

 

TDI

Abkürzung für Technical Diving International.

 

Tec-Diving

Technical Diving hat seinen Ursprung bei Extremtauchern (Höhle, Tief, Wrack usw.) und Berufs- bzw. Offshore-Tauchern, die ein aufgabenorientiertes Tauchen praktizieren, und für eine bestimmte Zeit in einer vorgesehenen Tiefe jenseits sicherer Pressluftgrenzen verweilen wollen. Technical Diving ist daher keine neue Erfindung, sondern so alt wie die Taucherei selbst.
Das Ziel ist das gefahrlosere Erreichen grösserer Tiefen, längerer Grund- oder kürzerer Dekompressionszeiten als dies mit Pressluft möglich wäre. Dafür ist weitaus mehr technisches Equipment als sowieso schon erforderlich. Es müssen mehrere Druckgasflaschen, die verschiedene Gasgemische bzw. Gase (Trimix, Nitrox, Sauerstoff) enthalten, mit unter Wasser genommen werden, wozu auch spezielle Jackets mit mehreren Befestigungs-Möglichkeiten und hohem Auftriebsvolumen notwendig sind. Unterschiedliche Atemregler und mehrere Tauchcomputer ergänzen die Ausrüstung, die meistens schwerer als 100 kg ist.

 

Tiefenrausch

Rauschzustand durch erhöhten Partialdruck des Stickstoffes.
Die Empfindlichkeit gegenüber dem Tiefenrausch ist individuell sehr verschieden und bei derselben Person stark von der "Tagesform" abhängig. Die Wirkung ist mit der von Alkohol vergleichbar:
- leichte Euphorie
- Selbstüberschätzung
- Konzentrationsprobleme
- unlogisches Verhalten
- verminderte Reaktionsfähigkeit.

Bei aufmerksamer Beobachtung kann man an sich selbst die Vorzeichen des Tiefenrausches bemerken:
- optische und akustische Sinnestäuschungen
- Röhrenblick
- laute Geräusche und Klänge
- unergründliche Euphorie oder Angst
- Kritiklosigkeit
- fehlende oder überbetonte Reaktionen des Tauchpartners.

Vorbeugung: bei Tauchgängen tiefer als 25 m sich selbst und den Tauchpartner noch aufmerksamer beobachten, und immer wieder Kontakt suchen.

Therapie: bei beginnenden Symptomen höher tauchen (ca. 2 - 5 m reichen meist schon aus), bzw. seinen Tauchpartner - notfalls auch gegen dessen Willen - dorthin bringen. Meistens hören die Anzeichen dann von selbst auf.

 

Toxizität

Giftigkeit.

 

Trimix

Trimix ist eine Mischung aus 3 Gasen. Es ist jedes Verhältnis aus den 3 Gasen: Sauerstoff, Helium und Stickstoff.

Hier möchten wir Euch noch einige Mischungen mit Namen vorstellen:
 
Heliox enthält 21% Sauerstoff (O2) und 79% Helium (He) und wird von Berufstauchern benutzt.
Hydreliox enthält Wasserstoff (H2), Sauerstoff (O2)und Helium (He).
Normoxisches Trimix enthält 21% Sauerstoff (O2) und wird meist bis 55m benutzt.
Trimix sind Mischungen mit einem Sauerstoffanteil von weniger als 21% und wird meist ab 55m benutzt.
Triox ist z. B. 30% Sauerstoff (O2), 30% Helium (He) und 40% Stickstoff (N2) und wird meist bis 35m benutzt.

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Umweltschutz

10 goldene Verhaltensregeln für Sporttaucher

  1. Sporttaucher benutzen Parkplätze und vorhandene Einstiege ins Gewässer.
  2. Sporttaucher dringen nicht in Schilf- und Wasserpflanzen-Bestände ein.
  3. Sporttaucher bleiben den Nist-, Laich- und Ruheplätzen der Tiere fern.
  4. Sporttaucher achten auf ausreichenden Abstand zum Gewässergrund, und wirbeln kein Sediment auf.
  5. Sporttaucher berühren und füttern keine wildlebenden Tiere.
  6. Sporttaucher harpunieren nicht. Sie kaufen und sammeln keine Tiersouveniers.
  7. Sporttaucher beobachten kritisch ihren See, und halten die Tauchgewässer und deren Uferzonen sauber.
  8. Sporttaucher befolgen die Arten- und Naturschutzbestimmungen.
  9. Sporttaucher lassen ihren Kompressor nur dort laufen, wo er niemanden stört.
  10. Sporttaucher halten ihre Kameraden an, sich ebenfalls umweltbewusst zu verhalten.

 

Unbalanciert / Unkompensiert

Die Preßluft in der 1. Stufe drückt direkt gegen die Feder, d. h. gegen Ende des Tauchgangs wird der Atemwiderstand stärker. (Gegenteil siehe balanciert)

 

Upstream-Ventil

Ventil im Atemregler, das sich gegen den Luftstrom (Druck) öffnet (in der 2 Stufe).

 

Urinalventil

Das Ventil wird bei Trockentauchanzügen, meist bei Technischen Tauchern, eingesetzt, damit man unter Wasser pinkeln kann und nicht in seinen Anzug machen muß. Dazu kondomiert man den Penis. Das Kondom ist über einen Schlauch mit dem Ventil verbunden.

 

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Valsalvamanöver

Druckausgleich durch aktives Ausatmen mit zugehaltener Nase.
Das Problem bei dieser Art des Druckausgleiches ist, dass ein relativ hoher Pressdruck erforderlich ist, wenn die Luft nicht nur im Nasen - Rachenraum komprimiert, sondern direkt aus der Lunge "hoch" geatmet wird. Durch diesen Druck kann es bei empfindlichen Personen zu Kreislauf - Problemen kommen, und bei einem offenen Foramen Ovale sogar schlimmstenfalls zum Überströmen von bläschenhaltigem, venösem Blut auf die arterielle Seite des Kreislaufes.

 

vegetatives Nervensystem

Dieses Nervensystem ist für unbewusste Aktionen, Empfindungsmeldungen und die Körperfunktionen zuständig.

 

Vertigo

Schwindel. Schwindelgefühl unter Wasser beim Tauchen. Der Taucher sollte sich dann so schnell wie möglich an einem festen Gegenstand (z. B. großer Stein unter Wasser) festhalten, dann verschwindet das Gefühl meistens recht schnell.

 

Vene

Drucklose Blutbahnen auf der Saugseite des Herzens.
Es gibt sowohl Körpervenen - die obere und untere Hohlvene - als auch eine Lungenvene (Pulmonalvene).
Die grossen Venen enthalten Venenklappen, die ein Zurückfliessen des Blutes in den Körper verhindern.

 

Venturi

Es handelt sich dabei um ein Rohr mit einer Querschnittsverengung, das dadurch bei strömenden Medien an dieser Stelle eine Beschleunigung hervorruft. Es wird häufig in Verbindung mit einem Injektor in der Atemregler - Technik eingesetzt.

 

Vitalkapazität

Maximales Lungenvolumens, das aktiv ein- und ausgeatmet werden kann.
Es setzt sich zusammen aus dem normalen Atemzugvolumen, der  inspiratorischen Reserve  (Einatmen, oberes Drittel) und der  expiratorischen Reserve  (Ausatmen, unteres Drittel).

Das restliche nicht ausnutzbare Lungenvolumen heisst Rest- oder Residualvolumen.

 

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Wärmeleitung (Konduktion)

Wärmeübertragung direkt von Molekül zu Molekül.
Bevor es zur Wärmeübertragung durch Strömung (Konvektion) kommen kann, muss die Wärme aus dem Inneren des Körpers an dessen Oberfläche transportiert, und von dort aus an das vorbeiströmende Medium abgegeben werden. Dies geschieht durch Wärmeleitung.

Fett ist ein schlechte Wärmeleiter. Aus diesem Grund frieren "normal" gebaute Personen weniger als extrem mageren Menschen.

Luft leitet Wärme ungefähr 25x schlechter als Wasser; dies ist ein Grund - neben der verminderten Konvektion - für die bessere Isolation durch einen Trockentauchanzug.
Auch das Neopren selbst mit vielen, in sich abgeschlossenen Luftkammern, verringert die Wärmeleitung erheblich.

 

Wärmeströmung (Konvektion)

Wärmeübertragung durch ein vorbeiströmendes Medium (Gas oder Flüssigkeit)
Je mehr diesem Medium der "Weg versperrt" wird, um so weniger Wärmeverluste gibt es durch Konvektion.

Ein gutsitzender Halbtrocken-Tauchanzug, der praktisch kein Wasser hineinlässt, oder ein dicker, flauschiger Unterzieher beim Trockentauchen verringern die äussere Konvektion.

Allerdings: ungefähr 10-40% Wärmeverlust durch Konvektion geschieht - je nach Tauchtiefe - über die Lunge!

 

Wärmestrahlung (Radiation)

Wärmeübertragung durch elektromagnetische Wellen
Diese Wärmeübertragungsart ist die für den Bereich des Tauchens unwichtigste überhaupt, da sie nur für einige wenige Prozent des Wärmeverlustes verantwortlich ist.

Ein innen mit Titanflex beschichteter Tauchanzug, der die Wärmestrahlen reflektieren soll, ist demnach ein reiner Werbe - Gag.

 

Wetnotes

Wetnotes sind Ringbücher mit Seiten aus Kunststoff, die sich auch im Wasser mit einem Bleistift beschreiben lassen. Sie haben gegenüber den herkömmlichen Schreibtafeln den Vorteil, dass man wesentlich mehr Platz für Notizen/Aufzeichnungen hat. Bei technischen Tauchgängen sind Wetnotes praktisch unverzichtbar, da die Kommunikation zwischen den Tauchpartner stark eingeschränkt ist. Auf den wasserfesten Seiten des Notizblockes ist viel Platz, um zum Beispiel während des Tauchgangs mit dem Tauchpartner komplexe Informationen austauschen oder beim Vermessen von Höhlen oder Wracks Skizzen anfertigen zu können. Dort werden auch Dekotabellen, Dekopläne (Nitrox/Trimix) und die wichtigsten Tauchgangsdaten notiert. Die Wetnotes werden mittels Caveline und Karabiner gegen Verlust gesichert. Man transportiert / verstaut sie sicher in der Beintasche des Tauchanzuges, wo sie bei Bedarf herausgeholt werden.

 

Wiederholungsgruppe

Die Wiederholungsgruppe ist ein Begriff, der in Zusammenhang mit einer Tauchtabelle verwendet wird.
Es handelt sich um einen Kenn - Buchstaben, anhand dem man in der Tabelle für Wiederholungs-Tauchgänge abhängig von der Oberflächenpause und der geplanten Tauchtiefe einen Zeitzuschlag ermitteln kann.

 

Wiederholungs-Tauchgang

Tauchgang, für den sich gemäss der Dekotabelle ein Zeitzuschlag ergibt.

Der Zeitzuschlag resultiert aus der bereits vorhandenen Übersättigung mit Stickstoff, die durch nachfolgende Tauchgänge noch weiter erhöht wird.

 

Wing

Backplates, Wings und Harness sind das Herzstück eines guten Tauchsystems. Viele Hersteller benutzen diese drei Komponenten. Jeder hat seine kleinen Details eingebaut, doch basiert alles auf dem selben Prinzip.

Das Wing ist der Auftriebskörper und besteht aus einer inneren und aus einer äußeren Hülle. Die Innenhülle ist aus einer dicken, festen, verschweißten Folie und die Außenhülle ist aus sehr robustem Material, z. B. Cordura, Kevlar oder ähnlichem.

 

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Zentrales Nervensystem

Dieses Nervensystem ist für bewusste Wahrnehmungen und gewollte Aktionen verantwortlich.

 

ZNS

Abkürzung für Zentrales Nervensystem.

 

Zyanose (Cyanose)

Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff.
Kennzeichen: Atemnot, blaue Lippen und Nagelbetten.

 

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ACHTUNG: Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

     

 

 

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